„Wenn Politik wegsieht, schauen wir hin. Prostitution ist Gewalt an Frauen“. Am 15. November 2025 setzten rund vierzig
Aktivistinnen und Aktivisten der Initiative Stopp Sexkauf ein deutliches und unübersehbares Zeichen am Platz der Menschenrechte in Wien.
Die zentrale Forderung der Veranstaltung war klar: Gewalt in der Prostitution muss im Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen endlich berücksichtigt werden. Die Aktion folgte einer präzisen Choreografie. Nach jedem Zitat einer Frau, die aus der Prostitution aussteigen konnte, trat eine Person vor, legte sich eine orangefarbene Augenbinde an und hielt sich die Ohren zu, als Sinnbild für das politische Wegschauen und Weghören. Eines der Zitate lautete: „Prostitution rekrutiert sich aus Gewalt, sie ist Gewalt und sie führt zu Gewalt.“ (Huschke Mau). Die Faktenlage ist seit Jahren konsistent dokumentiert. Die internationale Evidenz lässt keinen Spielraum: Prostitution ist strukturelle Gewalt gegen Frauen.
Beim finalen Ruf "Auch wenn viele es nicht hören wollen. Auch wenn die Regierung es nicht sehen will. Prostitution ist Gewalt an Frauen. Wir müssen endlich alle hinsehen und etwas dagegen tun“ nahmen alle Aktivistinnen und Aktivisten ihre Binden ab, blickten in die Kamera und riefen gemeinsam: „Jetzt!“
Unsere Forderungen:
- Anerkennung, dass Prostitution Gewalt an Frauen ist.
- Aufnahme des Themas in den Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen.
- Politische Neuorientierung nach dem Nordischen Modell.
- Konsequente Umsetzung internationaler Empfehlungen (UN, EU, Cedaw, Istanbul-Konvention).
Zur Initiative Stopp Sexkauf Österreich gehören sozial und feministisch engagierte Vereine wie lightup, SOLWODI-Österreich, der Verein feministischer Diskurs, HOPE FOR THE FUTURE, und die Europäische Gesellschaft für Geschlechtergerechtigkeit Österreich (EGGö), der Verein HeVio – Health and Violence und TERRE DES FEMMES Österreich.
